Heute geht es mal in die Niederungen des zweifelhaften Geschmacks.
Es ist ein Luxus,
wenn man keinen Fernseher hat und nur Freies Radio hört:
man hat besser unter Kontrolle, was man wann wie oft konsumiert.
Songs, die andere schon nicht mehr hören können,
weil sie überall durchgenudelt werden,
können in geringer Dosierung ihren Zauber behalten.
(Ich mag z.B. immer noch die “Valerie“-Coverversion
von Amy Winehouse)
Vor kurzem saß ich nun stoned bei nem Kumpel und es lief MTV.
Nacheinander kamen da Empire of the Sun (walking on a dream), P!nk (Sober), The Killers (Human).
Alles super sinnloser Ohrwurm-Pop,
der junge beeinflussbare Hirne ganz dusselig macht,
wie es sich gehört also.
und dann lief :
-und ich mag das,
mit all seiner Pathetik,
seinen aufgesetzten Gesten und Emotionen,
seiner Oberflächlichkeit und Bedeutungslosigkeit.
Aber ich bin verdammt froh,
dass ich es nicht jederzeit überall hören werde.
Wenn man nicht ständig bei Pitchfork rumsurft, entdeckt man gute Musikvideos nur noch sehr sporadisch.
Noch seltener passiert es, dass man durch ein Video neugierig auf das Gesamtwerk eines Clip-Machers wird.
Schön, wenn es dann doch mal passiert:
Dougal Wilson ist wohl sowas wie der neue Michel Gondry, was okay ist, da dieser ja inzwischen zum Kino übergelaufen ist.
Zum ersten Mal auf ihn aufmerksam wurde ich, als er den Taxifahrer Jarvis Cocker Londons Straßen unsicher machen ließ.
In seinem neuen Werk gewinnt er Coldplays Stadionrock mit seinen großen, unechten Gefühlen eine gute, humorvolle Seite ab:
religiöse Verzückungszustände unterlegt mit Drum´n´Bass
Passt (natürlich) wie die Faust aufs auge
Ob Kreationist oder Raver,
körpereigene oder chemische Drogen,
zuallererst brauchen beide ein Umfeld, eine Räumlichkeit,
in denen das “aus sich heraus kommen”, in Trance verfallen,
gesellschaftlich anerkannt bzw. erwünscht ist.
So beängstigend die Auswüchse der InZungenRedenden auch sind
(schaut euch die Dokumentation Jesus Camp an!!!),
muss man sich doch eingestehen,
dass man sich manchmal mehr von so dermassen abfreakenden Tänzern im Club wünscht…
the one and only Patti Smith:
in 1979 she appeared on the TV-Show “Kids are people too” (by the way, all the sweet little girls in that clip look like clones…strange.)
Ein Kumpel schickt mir öfters abstruse youtube/myspace/sonstwas-links,
ein paar aus der heutigen mail möchte ich jetzt einfach mal hier posten, denn dieser kumpel mag: